Montag, 15. Oktober 2007

What's the craic?

Musik: Girl from the North County von Bob Dylan und Johnny Cash
Gemütsstimmung: glücklich
Aufenthaltsort: Couch

Okay, es hat nicht lange gedauert, bis ich diesen Blog vernachlässigt habe. Ich denke immer, okay, darüber musst du unbedingt schreiben, aber dann vergesse ich es wieder, weil einfach so viel passiert! Vielleicht brauche ich ein kleines Notizbüchlein oder so.

Diese Woche habe ich zum ersten Mal in der Dining Hall gegessen und als ich rein kam, musste ich sofort an Harry Potter denken! Es sieht wirklich total aus wie die Große Halle und ich habe unter die Decke geschaut und fast erwartet, den Himmel sehen zu können. Und das Beste ist, dass die Tische in 4 Reihen aufgebaut sind... (Bild folgt)

Außerdem ist es wieder mal Zeit für ein schönes Bild. Ich laufe auf meinem Weg zum College immer an der St. Patrick's Cathedral vorbei. Vielleicht sollte ich mal reingehen!

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
St. Patrick's Cathedral

Am Samstag habe ich mir mit ein paar anderen deutschen Austauschschülern und Rachael das EM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Irland, das ja hier in Dublin statt fand, im Pub angeguckt. Auf unserem Weg dorthin sind wir meinen Lieblingsweg durch den kleinen St. Patrick's Cathedral Park gelaufen. Unglücklicherweise war die hintere Pforte schon zu, und weil wir keine Lust hatten zurück zu laufen, sind wir über den Zaun geklettert:

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
Abendsport

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
Und nochmal

Wir haben uns am Spire getroffen. Das ist eine "Skulptur", für die es einen großen Wettbewerb gab... Die Einheimischen nennen sie, weil sie so schön ist und weil die O'Connell Street, auf der sie steht, bis vor ein paar Jahren noch massive Drogenprobleme hatte, "the biggest needle in town".

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
Der Spire

Erst waren wir in einem tollen Pub, aber da haben sie leider auch noch das Rugby-Spiel Frankreich gegen England übertragen, und weil sie im ganzen Pub nur ein Soundsystem hatten, gab es nur Rugby-Ton. Deswegen haben wir den Pub noch einmal gewechselt und sind in einem total leeren gelandet, wo garantiert nur Einheimische waren und es nach Toilette stank. Wir hatten trotzdem sehr viel Spaß. Als wir Photos machten hat sich ein völlig besoffener Ire mit auf's Bild gedrängt...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
Christoph, ich und unser "neuer Freund"

Am Sonntag morgen war ich dann zum ersten Mal im College-Kirchen Chor. Das war eine Erfahrung für sich. Da mussten wir so Bettlaken mit einer schwarzen Robe drüber tragen und außerdem uns Verbeugen und drehen und alles mögliche. Und knien tun sie im Gottesdienst auch noch! Es war mindestens genau so leer wie in einer deutschen Kirche. Dafür gab es nach dem Gottesdienst Cherry... (Ich hatte auf Tee und Kekse gehofft, aber Rachael und ich sind danach dann einfach zu Starbucks gegangen.)

Heute war ich mit meinen Kommilitonen Mittagessen. Eigentlich wollten wir das machen, damit sich ALLE mal kennen lernen, aber irgendwie sind nicht alle mitgekommen und es waren nur die, mit denen ich auch sonst immer Pause mache, mit. War aber trotzdem schön,

Außerdem habe ich noch ein paar kurze Sachen zu verschiedenen Themen geschrieben:

Wetter:
Das Wetter hat sich gedacht, es ist einfach mal ganz untypisch und begrüßt mich mit Sonnenschein. Seit ich hier bin, gab es bloß 2 oder 3 verregnete Tage. Ansonsten ist es sonnig, höchstens mal der eine oder andere Regenschauer, der nicht länger als 10 Minuten dauert und dabei so knappe 20°C. Ein paar Tage war es mal kühler. Bisher ist es besser als in Deutschland.

Verkehr:
Abgesehen davon, dass man links fährt, ist es auch sonst ganz anders. Niemand geht bei grün über die Ampel, weil es einfach ewig dauert, bis das Ding mal grün wird (sogar ich habe das nach drei Tagen aufgegeben). Erst habe ich gedacht es fährt sowieso kein Autofahrer einen Tross von 20-40 Fußgängern um, aber weit gefehlt! Die irischen Autofahrer kennen da kein Erbarmen und fahren einfach.
Die Fahrradwege sind auf der Straße, nicht auf dem Bürgersteig, wie ich das aus Göttingen kenne. Oft sind sie auch zusammen mit der Bus/Taxi-Spur und die Taxifahrer sind das gefährlichste überhaupt. Wenn die einen Fahrradfahrer sehen, dann halten sie drauf. Als Fahrradfahrer trägt man hier so eine gelbe Warnweste, aber die ist glaube ich nur dafür gut, dass die Autofahrer besser zielen können.

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
Stylisch

Touristen:
In der Stadt laufen sie dem sich zielgerichtet fortbewegendem Menschen ständig vor den Füßen rum, auf dem Campus sollte man sie verbieten! Ständig ist der unschuldige Student, nichts ahnend und müde aussehend aus der Bücherei kommend, auf Fotos... Außerdem habe ich offensichtlich auf die Stirn geschrieben: "Frag mich wo das Book of Kells ist!" Jedes mal, wenn ich vor'm Reading Room sitze/stehe und eine Essenspause mache, fragt mich jemand.

Computer im College:
Das IT-System im College ist um einiges besser als das in Göttingen. Es gibt viel mehr Computer, die von Studenten benutzt werden können und es ist weitaus unproblematischer seinen eigenen Laptop ans Netz zu bekommen. Außerdem kann man von jedem Rechner aus drucken, dann geht man zu einem Drucker und zieht seine Studentenkarte durch und der druckt; schwarz/weiß für 2 cent pro Seite. Das ist unglaublich praktisch, wenn man wie ich keinen Drucker hat und auch nicht vor sich einen anzuschaffen.

Das ist es für heute... bis zum nächsten Mal!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Blog vernachlässigen ist abgelehnt ;-) Also schön brav weiterschreiben; ich muss doch auf dem Laufenden gehalten werden :-)

Grüße aus Stuttgart,
Nils