Sonntag, 20. Juli 2008

Kilkenny

Am Morgen des 20sten Juli beginnt meine kleine Rundreise durch Irland mit einer "Bus Eireann" - Fahrt vom Busaras in Dublin nach Kilkenny. Kilkenny war im Mittelalter ein bedeutendes Zentrum und das Stadtbild ist immer noch von mittelalterlichen Gassen geprägt. Außerdem ist die Stadt im stolzen Besitz eines beeindruckenden Castles. (Okay, jedes Kuhkaff in Irland, das was auf sich hält, hat mindestens eine beeindruckende historische Städte, aber das Kilkenny Castle kann sich wirklich sehen lassen!)

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Mittelalterliche Gasse in Kilkenny

Weil meine Kommilitonin Louise in der Nähe von Kilkenny wohnt treffe ich mich nach meiner Ankunft mit ihr. Als Erstes machen wir uns auf zu einem Spaziergang im Park des Castles und ich lerne etwas über das Biotop dew Eichbaums.

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Da ich auch noch morgen in Kilkenny sein werde, besichtigen wir danach nicht das Castle, welches Louise schon zur Genüge kennt. Da Louise ein Auto hat fahren wir zur einige Kilometer außerhalb von Kilkenny gelegenen Jerpoint Abbey.

Jarpoint Abbey ist ein Zisterzienserkloster, die eine Abspaltung von den Benediktinern sind. Wie bei allen irischen "Heritage Sites" muss man ein paar Euro Eintritt zahlen, die der Erhaltung der Monumente zu Gute kommt. Man kann sich die Abtei entweder alleine ansehen oder an einer kostenlosen Führung teilnehmen. Louise und ich entscheiden uns für die Führung (wir haben unsere Führerin auch ganz für uns alleine) und lernen deshalb ganz viel über das Leben in der Abtei und über die einzelnen Gebäude/Kunstwerke. Zum Beispiel kippten die Mönche zur Verteidigung (vorwiegend gegen den hungrigen Pöbel, denn die Mönche hatten ihren eigenen Garten) heißes Fett aus einer Art Balkon über der Tür, der eigens für diesen Zweck konstruiert wurde. Auch die einzelnen Abbilder, die man in der Abtei findet, die z.B. Evangelisten porträtieren, wurden erläutert.

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Als wir gerade wieder fahren wollen, kommen wir boch in den Genuss einer eindrucksvollen Demonstration, dass die Deutschen verrückt sind. Als wir raus auf den Parkplatz treten steht dort ein Reisebus mit einem gigantischen Anhänger. Auf meine überraschte Frage: "Was ist DAS?!?" erklärt unsere Touristenführerin, dass das Deutsche sein, die würden mit so einem Anhänger durch die Gegend fahren, in dem man auch schlafen kann etc., "Rolling Hotel" oder so. Keiner weiß so genau, wie sie mit diesem gigantischen Gefährt über die teilweise doch recht engen und kurvigen irischen Straßen kommen, aber irgendwie scheint das zu funktionieren. So schlecht sind die irischen Hotels allerdings nicht, und ich kann mir nur die Hostels leisten. Also wirklich, Irland ist doch kein Entwicklungsland!!

Zurück in Kilkenny esse ich meinen ersten "Irish Stew". Sehr lecker! Danach gehen wir noch in den Pub, traditionelle Musik hören, die es zuverlässig in allen Touristenhochburgen gibt. Ich trinke natürlich ein Kilkenny! Eine sehr sichere Methode um echte Iren im Pub zu identifizieren ist es laut Louise ein Glas fallen zu lassen. Alle, die darauf hin anfangen zu grölen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit irisch. Als ein Glas herunter fällt grölen genau zwei Menschen im Pub, einer davon Louise.

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Louise und ich im Kyteler's Inn

Kurz nach Mitternacht falle ich todmüde in mein Bett im Kilkenny Tourist Hostel. Die Unterkunft ist sehr auf die absoluten Basics beschränkt, aber mich stört dies an diesem Abend überhaupt nicht.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Bye, Bye Irland

Musik: Pavlov's Bell von Aimee Mann
Gemütsstimmung: Melancholisch
Ort: Hamburg, Dublin

So, nun ist es offiziell, die Verträge sind unterschrieben: Ich werde meinen Doktor wegen Freund und Band zurück in Deutschland machen. Seit ich weiß, dass ich Irland bald auf Wiedersehen sagen muss, habe ich es noch mehr lieb gewonnen (obwohl es seit Tagen in Strömen gießt) und bin ganz melancholisch.

Vor einer Weile war ich mit meiner Mitbewohnerin Maria und einer Freundin von ihr mal wieder außerhalb der Stadt in Bray/Greystones und diesmal haben wir den Bray's Head erklommen. Irlands Landschaft enttäuscht einfach nie.

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Sicher nicht mein höchstes Gipfelkreuz!


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Maria, eine Freundin von Maria und ich


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Außerdem habe ich mit ein paar Kommilitoninnen einen Ausflug ins Kino gemacht. War so ein richtiger Frauen-Tag. Erst waren wir bei Eddie Rockets und haben ungesundes Essen gegessen und anschließend waren wir im Sex and the City Film. Der Typ an der Kinokasse hat schon angefangen zu grinsen als wir ankamen - er konnte wohl schon genau ahnen, wo wir vier Mädels rein wollten.

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Sex and the City nachmittag



Außerdem gibt's jetzt endlich die lange versprochenen Photos von meiner "neuen" (jetzt ja auch schon nicht mehr) Bleibe. Ich musste nämlich Photos vom Haus machen, damit Maria und ich unsere Zimmer ins Internet setzen konnten, weil wir beide zum August ausziehen. Auch ein Bild mit Mitbewohnern hab ich nun, wir haben nämlich schon einmal einen Abschieds-WG-Abend gemacht, weil die nächste Zeit wohl bei uns allen ein wenig geschäftig wird.

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Das Wetter lieferte passend zu den Werbephotos den schönsten blauen Himmel, den ich in meiner ganzen Zeit in Irland je gesehen habe


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Küche


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Wohnzimmer


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Mein Zimmerchen


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Maria, ich, Damian und Geraldine



Und dann war ich am Wochenende noch zusammen mit Hans auf einem Loreena McKennitt Konzert im Hamburger Stadtpark. Wir haben in der zweiten Reihe gestanden und es war einfach fantastisch. Sie war noch besser als das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe.

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Loreena McKennitt im Hamburger Stadtpark, 28.06.2008



Ansonsten bin ich zur Zeit ganz fleißig an meiner Master-Arbeit am arbeiten, denn der Abgabetermin am 18.07. rückt immer näher.
Danach werde ich dann zum Abschluss noch eine Rundreise durch Irland machen und dann am 31.07. zurück nach Deutschland fliegen.