
Mittelalterliche Gasse in Kilkenny
Weil meine Kommilitonin Louise in der Nähe von Kilkenny wohnt treffe ich mich nach meiner Ankunft mit ihr. Als Erstes machen wir uns auf zu einem Spaziergang im Park des Castles und ich lerne etwas über das Biotop dew Eichbaums.


Da ich auch noch morgen in Kilkenny sein werde, besichtigen wir danach nicht das Castle, welches Louise schon zur Genüge kennt. Da Louise ein Auto hat fahren wir zur einige Kilometer außerhalb von Kilkenny gelegenen Jerpoint Abbey.
Jarpoint Abbey ist ein Zisterzienserkloster, die eine Abspaltung von den Benediktinern sind. Wie bei allen irischen "Heritage Sites" muss man ein paar Euro Eintritt zahlen, die der Erhaltung der Monumente zu Gute kommt. Man kann sich die Abtei entweder alleine ansehen oder an einer kostenlosen Führung teilnehmen. Louise und ich entscheiden uns für die Führung (wir haben unsere Führerin auch ganz für uns alleine) und lernen deshalb ganz viel über das Leben in der Abtei und über die einzelnen Gebäude/Kunstwerke. Zum Beispiel kippten die Mönche zur Verteidigung (vorwiegend gegen den hungrigen Pöbel, denn die Mönche hatten ihren eigenen Garten) heißes Fett aus einer Art Balkon über der Tür, der eigens für diesen Zweck konstruiert wurde. Auch die einzelnen Abbilder, die man in der Abtei findet, die z.B. Evangelisten porträtieren, wurden erläutert.




Als wir gerade wieder fahren wollen, kommen wir boch in den Genuss einer eindrucksvollen Demonstration, dass die Deutschen verrückt sind. Als wir raus auf den Parkplatz treten steht dort ein Reisebus mit einem gigantischen Anhänger. Auf meine überraschte Frage: "Was ist DAS?!?" erklärt unsere Touristenführerin, dass das Deutsche sein, die würden mit so einem Anhänger durch die Gegend fahren, in dem man auch schlafen kann etc., "Rolling Hotel" oder so. Keiner weiß so genau, wie sie mit diesem gigantischen Gefährt über die teilweise doch recht engen und kurvigen irischen Straßen kommen, aber irgendwie scheint das zu funktionieren. So schlecht sind die irischen Hotels allerdings nicht, und ich kann mir nur die Hostels leisten. Also wirklich, Irland ist doch kein Entwicklungsland!!
Zurück in Kilkenny esse ich meinen ersten "Irish Stew". Sehr lecker! Danach gehen wir noch in den Pub, traditionelle Musik hören, die es zuverlässig in allen Touristenhochburgen gibt. Ich trinke natürlich ein Kilkenny! Eine sehr sichere Methode um echte Iren im Pub zu identifizieren ist es laut Louise ein Glas fallen zu lassen. Alle, die darauf hin anfangen zu grölen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit irisch. Als ein Glas herunter fällt grölen genau zwei Menschen im Pub, einer davon Louise.

Louise und ich im Kyteler's Inn
Kurz nach Mitternacht falle ich todmüde in mein Bett im Kilkenny Tourist Hostel. Die Unterkunft ist sehr auf die absoluten Basics beschränkt, aber mich stört dies an diesem Abend überhaupt nicht.










